Montag, 2. November 2026

Eduard Schopf, seine Reisebericht aus Brasilien

Ende der zwanziger Jahre reiste Eduard Schopf durch die Kaffeeländer. Er schreib darüber einen wunderscön Bericht der 1933 in einer Zeitschrift erschien. Heute gebe ich euch einen kleinen Teil des Berichtes weiter. In dieser Ausgabe gibt es auch ein Foto. Sehr warscheinlich ist dort Eduard Schopf selbst auf einem Weg durch die Plantage zu sehen.

Er war ein freundlicher Geschäftsmann ein leidenschaflicher Reisender und ein offener Mensch mit Lust die Welt zu entdecken. 


So lautete ein Teil des Berichts: "Große Reisen zu machen war schon in frühester Jugend meine Sehnsucht die sich später auch erfüllte. Obgleich ich im Laufe meiner kaufmännischen Tätigkeit im Ausland bereits viel gesehen und erlebt hatte muss ich gestehen dass Brasilien mit seiner mannigfaltigen Eigenart an Lebensgewohnheiten und tropischen Naturverhältnissen auf mich den größten Eindruck machte.

Die Dampferfahrt nach Santos gewährt wenn man Rio de Janeiro in den Abendstunden verlässt zunächst einen geradezu zauberhaften Blick auf die im Lichte unzähliger Beleuchtungen strahlende Stadt. Seltsam und interessant ist dann auch die Einfahrt in den Hafen von Santos auf gewundener Wasserstrasse.

Stadt und Hafen erhalten ihre Bedeutung vor allem durch den Kaffee Export der von hier aus für brasilianische Qualitäten seinen Weg nimmt. Es ist natürlich sehr interessant dem Werdegang des Kaffee von den Pflanzungen der Setzlinge auf der Fazenda bis zur Verschiffung im Ausfuhrhafen zu folgen. 

Wer in Europa seelenruhig seinen Mokka trinkt ahnt nicht welch ein Aufwand an Arbeit und Kosten erforderlich war bis der braune Trank in der Tasse landete. Eine gut verwaltete Kaffeeplantage macht einen beinahe militärischen Eindruck. In endlosen scharf ausgerichteten Reihen stehen Tausende von Kaffeesträuchern als grüne Soldaten auf dem roten Lateritboden der terra roxa und wenn sie sich mit den kleinen scheeweißen Blüten bedecken leuchten die Reihen blendend wie unter frisch gefallenem Schnee.

Heute ist Santos eine Gesunde und schöne Stadt mit vielen modernen Anlage. Einer der ewigen Reize von Santos ist die wirklich wundervolle Aussicht von dem sich mitten aus der Altstadt erhebenden Monte Serrate. Von hier schweift der Blick über die zu Füßen ausgebreitete Stadt mit ihrer von Bananenpflanzungen übersäten Umgebung nach den grünen Hängen der Serra do Mar und entgegengesetzt nach dem hinter bewaldeten Höhen schimmernden unendlichen Ozean."




Sonntag, 1. November 2026

Eduscho Spardose aus den 30er Jahren

Diese kleine wunderschöne Blechdose aus meiner Sammlung ist auf den ersten Blick eine Spardose, auf den zweiten ein Stück Geschichte.

Ja, Sie stammt aus den 30er Jahren und kommt aus Bremen, von der Kaffee-Grossrösterei Eduscho. Sein Prinzip: Kaffee direkt per Post. Kein Laden, kein Zwischenhandel. Sein Slogan steht noch heute auf dem Boden dieser Dose: "Mehr Genuss für wenig Geld, wenn Eduscho Kaffee man bestellt."



 




An der Seite: zwei Kinder, lachend, mit einer riesigen 10-Pfennig-Münze. Das war die Botschaft: Wer bei Eduscho bestellt, hat am Ende mehr in der Dose. Diese Dosen wurden nicht verkauft, sie wurden verschenkt. Als Prämie für treu Kunden, als Spar-Erziehung für Kinder, als Werbeträger in jeder Küche. 










Hier in einer originalen Rechnung aus dem Jahr 1933 aus meinem Archiv wurde die Spardose aufgeführt.

Samstag, 31. Oktober 2026

Eduscho Ausflug-Packung aus den 30er Jahren

Diese kleine wunderschöne Blechdose aus meiner Sammlung ist auf den ersten Blick eine Kaffeepackung, auf den zweiten ein Stück Freizeitgeschichte aus den 30er Jahren.

Auf dem Boden steht ihr Zweck: "Wenn Sie unterwegs eine gute Tasse Kaffee bereiten wollen, EDUSCHO Ausflug-Packung schützt gemahlenen Kaffee vor dem Verderben. Kaffeegrossrösterei EDUSCHO Bremen"

Auf der Seite: "Eduscho schafft zu jeder Zeit Behagen und Gemütlichkeit."



Eduscho Sammlung Lapetina


Und die Bilder sagen alles über die 30er Jahre: Wandern in den Bergen, Radfahren, Paddeln im Kajak. Das war die neue Freizeit. Der Sonntagsausflug. Und Eduscho war dabei.

 





Damals war gemahlener Kaffee unterwegs schnell verdorben, feucht, aromalos. Diese ovale Blechdose war die Lösung: dicht, robust, wiederverwendbar. Man nahm sie mit in den Rucksack. Ein kleiner Luxus für unterwegs. 

Geniales Marketing von Eduard Schopf. Er verkaufte seinen Kaffee nur per Post direkt aus Bremen, und gab den Kunden praktische Dosen, die jeder sah.





So sah eine Werbung im Juli 1934 im Eduscho-Kurier aus.



Mittwoch, 28. Oktober 2026

Eduscho Tee

 

EDUSCHO TEE

Wenn man den Namen Eduscho hörte, entstand sofort eine Assoziation: eine frische Tasse Kaffee, am besten am Tisch mit den Liebsten. Eduard Schopf arbeitete seit den Anfängen seines Geschäfts auch an anderen Optionen. Kakao, Schokolade und Tee wurden Jahr für Jahr wichtigen Umsatzbringer.

 

Hier eine seltene Broschüre über die Zubereitung des Tees und eine Preisliste dazu.

Ich habe vermutlich auch die passenden Kaffeedosen dazu erworben. Beide Dosen lassen sich in die 1930er Jahre datieren.






Das ist eine der schönsten und seltensten Tee-Dosen von Eduscho, der Grund ist tiefschwarz, im Still eines japanischen Lack-Kästchens. Das macht die Dose so edel. Der Drück ist mit Goldstaub-Effekt veredelt, typisch für die hochwertigen Dosen dieser Zeit.












Sie waren keine einfache Verpackung, sondern ein Schmuckstück für die Küche, zum Aufbewahren und Wiederverwenden gedacht. Am Deckel zwei fliegende Kraniche über goldenen Wolken. Der Kranich steht in Japan für Glück und langes Leben.








Eduscho Kostenproben-Dose

 

EDUSCHO KOSTPROBEN-DOSE

 

Die beiden Eduscho Kostprobe Dosen gehören zu den frühesten und seltensten Zeugnissen des Hauses Eduscho. Eduard Schopf versandte sie direkt per Post als Muster. Kostprobe bedeutet im Kontest der 1920er Jahre ein frühes Direktmarketing-Instrument. Jede Dose enthielt die Probe einer bestimmten Kaffeemischung. Bei Gefallen bestellte der Kunde über eine Bestellkarte nach. Zwei Varianten nebeneinander zu sehen ist eine einmalige Gelegenheit und von großer Bedeutung für die Geschichte des deutschen Kaffee Versandhandel.  


Diese beiden historischen Funde gehören zu meiner Sammlung. Unnötig zu erwähnen ist ihre absolute Seltenheit.

EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA


Eduscho: Die Musterdose von 1934

 

EDUSCHO: DIE MUSTERDOSE VON 1934



In einer Sammlung gibt es immer ein besonderes Objekt, das einem dem Schlaf rauben kann. Diese Eduscho-Musterdose aus dem Jahr 1934 ist so eines! Ich bin von ihrer Einzigartigkeit überzeugt, und je mehr ich sie anschaue, desto sprachloser bin ich über ihre Besondererheit.

Ein Meisterstück, so wurde an der Entwicklung der Eduscho-Dose gearbeitet.













                                           EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

Eduscho 1928: Der Katalog

 

EDUSCHO 1928: DER KATALOG

 

 
















Ein Briefumschlag, datiert 1928. Darin eine absolute Seltenheit: möglicheweisen eine Unikat. Einer der ersten originalen Eduscho- kataloge.

 

 

 Damals zitterten meine Hände, als ich den gefalteten Katalog aufmachte. Das war so spannend, ich musste mich vor Aufregung zusammenreißen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im katalog wird man auf die Entwicklung der Produktion aufmerksam. Drei Röstmaschinen waren im Einsatz. Circa 35 Angestellte waren im Jahr 1928 beschäftig.

 

So presentierte Eduard Schopf seine verschiedene Mischungen (genau zehn). Jeder sollte es wissen: Qualität und gute Preise waren zum greifen nah.












EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

Eduard Schopf, seine Reisebericht aus Brasilien

Ende der zwanziger Jahre reiste Eduard Schopf durch die Kaffeeländer. Er schreib darüber einen wunderscön Bericht der 1933 in einer Zeitschr...