Samstag, 31. Oktober 2026

Eduscho Ausflug-Packung aus den 30er Jahren

Diese kleine wunderschöne Blechdose aus meiner Sammlung ist auf den ersten Blick eine Kaffeepackung, auf den zweiten ein Stück Freizeitgeschichte aus den 30er Jahren.

Auf dem Boden steht ihr Zweck: "Wenn Sie unterwegs eine gute Tasse Kaffee bereiten wollen, EDUSCHO Ausflug-Packung schützt gemahlenen Kaffee vor dem Verderben. Kaffeegrossrösterei EDUSCHO Bremen"

Auf der Seite: "Eduscho schafft zu jeder Zeit Behagen und Gemütlichkeit."



Eduscho Sammlung Lapetina


Und die Bilder sagen alles über die 30er Jahre: Wandern in den Bergen, Radfahren, Paddeln im Kajak. Das war die neue Freizeit. Der Sonntagsausflug. Und Eduscho war dabei.

 





Damals war gemahlener Kaffee unterwegs schnell verdorben, feucht, aromalos. Diese ovale Blechdose war die Lösung: dicht, robust, wiederverwendbar. Man nahm sie mit in den Rucksack. Ein kleiner Luxus für unterwegs. 

Geniales Marketing von Eduard Schopf. Er verkaufte seinen Kaffee nur per Post direkt aus Bremen, und gab den Kunden praktische Dosen, die jeder sah.





So sah eine Werbung im Juli 1934 im Eduscho-Kurier aus.



Mittwoch, 28. Oktober 2026

Eduscho Tee

 

EDUSCHO TEE

Wenn man den Namen Eduscho hörte, entstand sofort eine Assoziation: eine frische Tasse Kaffee, am besten am Tisch mit den Liebsten. Eduard Schopf arbeitete seit den Anfängen seines Geschäfts auch an anderen Optionen. Kakao, Schokolade und Tee wurden Jahr für Jahr wichtigen Umsatzbringer.

 

Hier eine seltene Broschüre über die Zubereitung des Tees und eine Preisliste dazu.

Ich habe vermutlich auch die passenden Kaffeedosen dazu erworben. Beide Dosen lassen sich in die 1930er Jahre datieren.






Das ist eine der schönsten und seltensten Tee-Dosen von Eduscho, der Grund ist tiefschwarz, im Still eines japanischen Lack-Kästchens. Das macht die Dose so edel. Der Drück ist mit Goldstaub-Effekt veredelt, typisch für die hochwertigen Dosen dieser Zeit.












Sie waren keine einfache Verpackung, sondern ein Schmuckstück für die Küche, zum Aufbewahren und Wiederverwenden gedacht. Am Deckel zwei fliegende Kraniche über goldenen Wolken. Der Kranich steht in Japan für Glück und langes Leben.








Eduscho Kostenproben-Dose

 

EDUSCHO KOSTPROBEN-DOSE

 

Die beiden Eduscho Kostprobe Dosen gehören zu den frühesten und seltensten Zeugnissen des Hauses Eduscho. Eduard Schopf versandte sie direkt per Post als Muster. Kostprobe bedeutet im Kontest der 1920er Jahre ein frühes Direktmarketing-Instrument. Jede Dose enthielt die Probe einer bestimmten Kaffeemischung. Bei Gefallen bestellte der Kunde über eine Bestellkarte nach. Zwei Varianten nebeneinander zu sehen ist eine einmalige Gelegenheit und von großer Bedeutung für die Geschichte des deutschen Kaffee Versandhandel.  


Diese beiden historischen Funde gehören zu meiner Sammlung. Unnötig zu erwähnen ist ihre absolute Seltenheit.

EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA


Eduscho: Die Musterdose von 1934

 

EDUSCHO: DIE MUSTERDOSE VON 1934



In einer Sammlung gibt es immer ein besonderes Objekt, das einem dem Schlaf rauben kann. Diese Eduscho-Musterdose aus dem Jahr 1934 ist so eines! Ich bin von ihrer Einzigartigkeit überzeugt, und je mehr ich sie anschaue, desto sprachloser bin ich über ihre Besondererheit.

Ein Meisterstück, so wurde an der Entwicklung der Eduscho-Dose gearbeitet.













                                           EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

Eduscho 1928: Der Katalog

 

EDUSCHO 1928: DER KATALOG

 

 
















Ein Briefumschlag, datiert 1928. Darin eine absolute Seltenheit: möglicheweisen eine Unikat. Einer der ersten originalen Eduscho- kataloge.

 

 

 Damals zitterten meine Hände, als ich den gefalteten Katalog aufmachte. Das war so spannend, ich musste mich vor Aufregung zusammenreißen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im katalog wird man auf die Entwicklung der Produktion aufmerksam. Drei Röstmaschinen waren im Einsatz. Circa 35 Angestellte waren im Jahr 1928 beschäftig.

 

So presentierte Eduard Schopf seine verschiedene Mischungen (genau zehn). Jeder sollte es wissen: Qualität und gute Preise waren zum greifen nah.












EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

Dienstag, 27. Oktober 2026

Eduscho: Der Heiliger Gral

 

EDUSCHO: DER HEILIGER GRAL

Nur die wenigsten können meine Gefühle verstehen. Ein Kapitel Sammelleidenschaft ist endlich nach 15 Jahren abgeschlossen worden. Mir ist ein Stein vom Herz gefallen. Ja, Jahrelang habe ich sie gesucht, davon geträumt. Schließlich ist sie bei mir - ein kleines Stück deutsche Kaffeegeschichte ist gerettet worden.

 

Diese Kaffeedose ist eine der Ersten, wenn nicht sogar die Primadonna der Eduscho-Geschichte. Unter dem Aufdruck Eduscho liegen die Buchstaben ESB (Eduard Schopf Bremen). ESB wurde kurz darauf von EDUSCHO ersetzt. Die Dose wurde vermutlich 1925 hergestellt. 

 

Das Wort "Qualitätsmarke" wurde danach nie wieder auf einer Dose verwendet. Es fällt mir schwer zu sagen, ob eine zweite Dose in derselben Konstellation jemals wieder auftauchen wird!

 

EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

EDUSCHO GESCHICHTE

 

Eduscho Geschichte

Machen wir eine kleine Reise in die Vergangenheit bis in das Jahr 1924. Denn zu diesem Zeitpunkt trat der erste Eduscho-Kaffee täglich frisch geröstet und verpackt seine Reise zum Verbraucher an.

Eduard Schopf hieß der junge Kaufmann, der erkannte, daß die Idee, Kaffee direkt an den Verbraucher zu senden, eine große Zukunft hatte.

Für die Kunden hat dieser neue Weg zwei Vorteile: Er erhält stets frisch gerösteten Kaffee ins Haus und spart Geld, denn der direkte Weg zum Verbraucher ist preiswert. Daß die Kunden diese Vorteile, die Qualität stets frischen Kaffees und seine Preiswürdigkeit einzuschätzen wissen, zeigte sich an der Entwicklung, die das Versandgeschäft des jungen Eduard Schopf in Bremen nahm. Diese Geschichten sind doch bekannt. Kann aber eine Sammelleidenschaft noch neue Details ans Licht bringen?

 

Mein Name ist Mauro Lapetina, Kaffee-Enthusiast seit 20 Jahren. Nach intensiven Sammeljahren, fokussiert auf Eduscho Objekten der 1930er Jahre und originales Werbepapier dieser Epoche, ist eine beachtliche Sammlung entstanden. Ein Teil dieser Sammlung werde ich ihnen zeigen - in der Hoffnung, noch wichtige informationen zu gewinnen. Ziel bleibt, das Buchprojekt EDUSCHO Ende 2027 zu realisieren. 

 

Es ist kein Geheimnis, dass meine bescheidene historische Forschung wesentlich vom informationsreichen Beitrag von Rolf W.Maier profitiert hat: "Ein Hockenheimer gründet in Bremen das Kaffee-Imperium". Archive sind wichtig. Doch die entscheidenen Hinweise sind oft woanders zu finden: in originalen Werbebroschüren jener Zeit, in jedem Stück Papier, das lüftet, wie Eduard Schopf sein Unternehmen geführt und geformt hat.

 

Auf der Suche in Bremen, auf der Jagd nach neuen Hinweisen, stieß ich auf einen wichtigen Fund: ein kleines Büchlein aus dem Jahr 1952. Darin verborgen: neue Details über Schopf Aufstieg. Bevor ich zu diesem wichtigen und spannenden Moment komme, an dem die Papier auftauchen, finde ich es fundamental, eine sehr kurze Zusammenfassung über sein Leben vor der Gründung seiner Firmen zu geben.

 

Eduard Schopf wurde am 8. Juli 1893 in Hockenheim als eines von elf Kinder geboren. Sein Vater Georg Schopf war eine bekannte Persönlichkeit in Hockenheim. Als gelernter Schneider war er zugleich Gemeinderechner, Kohlenhändler und Gastwirt.

 

Von 1908 bis 1911 erlernte er bei der Volksbank Hockenheim den Beruf des Kaufmanns. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Städten, unter anderem in einer Baustoffhandlung in Rastatt, wo er seine spätere Frau Friedel Hildenbrandt kennenlernte.

 

Im Jahr 1916 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst. Nach einer Ausbilbung in Logistik und Nachrichtentechnik diente er 1917 an der Balkanfront in Rumänien und 1918 an der Westfront in Frankreich.

 

Nach dem Krieg, um die Jahreswende 1919-1920, zog er nach Bremen. Dort begann er zunächtst als Mitarbeiter bei einem Baustoff und Ofenhändler in Schwachhausen, dann machte er sich in der gleichen Branche selbständig. Dazwischen nahm sich Eduard Schopf auch Zeit zum Heiraten. Ich bekam von der Stadt Rastatt seine Heiratsurkunde.

 

Den Rest ist bereits niedergeschrieben worden. Eduard Schopf wechselte seine Interesse und suchte sein Glück im Lebensmittelhandel. Das endete mit der Entscheidung, Kaffee zu rösten oder besser gesagt, zunächts rösten zu lassen. Jeder musste wissen, dass der Kaffee von Eduard Schopf geliefert werden konnte. Mit Preislisten und kostenlosen Probepaketen machte sich Eduard stark.

 

In einem Keller eines Einfamilienhauses und nicht in der Küche einer Mietwohnung, in der Ellhornstrasse, fing alles an. Kurz zuvor hatte Eduard Schopf seine Erbe erhalten, weil sein Vater gestorben war. Er war damit bereits im Geschäft.

 

Die Firma nannte er 1924 zunächst ESB (Eduard Schopf Bremen), ab 1925 dann EDUard SCHOpf, so EDUSCHO. Mehrere Umzüge, immer mehr Aufträge - Eduscho wurde immer beliebter. Kaffeedosen, Gadgets und viele Broschüren machten das Unternehmen immer größer. Eduard Schopf kaufte immer mehr Gebäude und Packhäuser am Deich. Dort baute ab 1930 er seinen wunderschönen Komplex.

 

Am Pfingstmontag, den 10. Juni 1935 erlitt Eduard Schopf während des Badens im Mözner See bei Bad Segeberg einen Herzinfart und ertrank. Er wurde nur 41 Jahre alt. Er besuchte seinen Geschäftspartner Rothfos in dessen Wochenendhaus am See. Schrecklich, dass die ganze Familie dabei war. 

 

Ich fand in meinem Archiv in einem Eduscho-Werbeheft einen kuriosen Artikel über die Leidenschaft zum Kaffeetrinken an Pfingsten, und wie wichtig der gemeinsame Genuss an einem Festtag wie diesem ist. Dieser Artikel stammt genau 10 Tagen vor seinem Tod, am Pfingsten!

 

Seine Frau, Friedel Schopf, leitete nach dem Tod Eduards die Geschäfte weiter. Der Firmengründer hinterließ drei Kinder: Gretel (1923-2017), Heinz Eduard (1924-1944), Rolf (1928-2018), sowie über 400 trauernde Mitarbeiter.


Dieser Blog ist für alle, die ein Stück Eduscho Geschichte bewahren. Wenn Sie historische Dokumente, alte Fotos, Verpackungen oder andere Gegenstände von Eduscho besitzen, die helfen, die Geschichte des Hauses besser zu erzählen. Hier sind Sie herzlich eingeladen.


Ich bitte um einen respektvollen Umgang. 

Mauro Lapetina 

 

Dienstag, 20. Oktober 2026

Eduscho: Eine echte Rarität

Ich präsentiere euch aus meiner Sammlung ein besonderes Stück. Diese wunderschöne Eduscho Dose aus den 30er Jahren.






Mit geprägtem Blumenrelief, fast 13 cm hoch, original Deckel noch vorhanden, was nicht selbstverständlich ist. Diese Dose wurde in den letzten 15 Jahren nur 2 bis 3 mal in Online Auktionen angeboten. Das zeigt ihre große Seltenheit.

Ein fast 100 Jahre altes Stück mit toller Patina und Geschichte.




Sonntag, 4. Oktober 2026

Eduscho: Die ersten Dosen

 

EDUSCHO: DIE ERSTEN DOSEN

Das Thema Kaffeedosen bleibt trotz seiner Beliebtheit etwas komplexer. Da Milionen von Eduscho-Dosen ab den 30er.-Jahren produziert wurden, bleibt es schwerig, jeder Dose ihr Ursprungsjahr zuzuordnen.

 

Nur dank einer Serie von Dokumenten können wir sie der richtigen Epoche zuteilen. Ich habe persönlich ein besonderes Interesse an den Kaffeebüchsen der 20er-30er- Jahre.

 

Naturlich bleiben die Dosen, die Eduard Schopf vor der Änderung seines Firmennamens entwickelte, extrem rar. Ab Januar 1924 heißt es Eduard Schopf Bremen (ESB), dann ab dem Jahr 1925 (EDUard) (SCHOpf). So entstand EDUSCHO.

 


Im Original-Katalog aus den Jahre 1928 war die erste Eduscho-Kaffeedose abgebildet. Ein Vergleich war dann einfach herzustellen. Ja, ich hatte Glück: Eine der ersten Eduscho-Kaffeedose lag neben mir. Nach und nach kamen verschiedene Gestaltungen und Farben hinzu. Das Motiv bleib jedoch klar: die drei Damen am Tisch, die den Kaffeemoment genießen!



 

 

 

 



Oben der Spruch: "Eduscho schafft zu jeder Zeit Behagen und Gemütlichkeit." Ein wunderschönes, farbiges Zeitzeugnis, eine absolute Rarität.












Diese Dose live zu sehen, bleibt ein Erlebnis.



                                           EDUSCHO SAMMLUNG LAPETINA

Eduard Schopf, seine Reisebericht aus Brasilien

Ende der zwanziger Jahre reiste Eduard Schopf durch die Kaffeeländer. Er schreib darüber einen wunderscön Bericht der 1933 in einer Zeitschr...